10 Fakten zu Bienen

WISSENSWERTES ÜBER BIENEN & IHRE VÖLKER

10 Fakten zu
Bienen


1. Bienen sind nicht lästig

Auf Ihrem Erdbeerkuchen auf der Terrasse oder in dem Hals einer Fruchtsaftflasche oder in den Bäckereien finden Sie niemals eine Biene; dies sind immer Wespen.

2. Bienen stechen eigentlich nicht

... bzw. nur zur Gefahrenabwehr. Denn jeder Stich ist für die Biene selbst tödlich. Verirrt sich eine Biene in Ihr Haar oder unter den Hemdkragen und Sie schlagen danach, dann ist das für die Biene der Angriff eines Bären, der den Honigvorrat plündert. Dann sticht die Biene zur Rettung des gesamten Volkes zu und opfert ihr eigenes Leben.

Verirrt sich eine Biene in Ihre Wohnung, kämpft sich vor der Fensterscheibe ab und landet geschwächt auf der Fensterbank, ist sie in diesem Moment bereits dem Tode geweiht. Geben Sie ihr daher zunächst einen Tropfen Süßes zur Stärkung. Dann lassen Sie die Biene auf Ihren Finger krabbeln und halten den Finger in den Wind. Die Biene wird dankbar nach Hause fliegen. Falls nicht, geben Sie ihr mit einem Finger einen leichten Schubs und sie fliegt davon.

Und wenn Sie doch mal von einer Biene gestochen werden: Meistens hängt an dem Stachel noch der Giftsack. Wenn Sie beides direkt entfernen, wird ein leichter Juckreiz nach 5 Minuten verflogen sein.

Im Übrigen hilft das Bienengift bei Muskelverletzungen. Die Sportlersalbe Mobilat riecht stark wie das Gift der Bienen.

3. Wie viele Bienen hat ein Bienenvolk?

Ein gutes Bienenvolk hat im Juni/Juli ca. 40.000 Bienen. Deren Arbeit sichert im Winter das Überleben von etwa 6.000 Bienen, die ab Februar wieder mit dem Aufbau des Volkes beginnen. Das heißt, die Königin beginnt wieder und steigert bis zur Sonnenwende die Eiablage. Im Mai und Juni sind dies pro Tag bis 2.000 Eier, so dass 21 Tage später 2.000 Bienen schlüpfen und 36 Tage später 2.000 Bienen sterben.

4. Wie lange lebt eine Biene?

Die sehr arbeitssame (von morgens um 5 Uhr bis abends um 22 Uhr) Sommer-Biene lebt nur 36 Tage. Die Bienen aus Oktober/November, die wenig zu arbeiten haben, überleben bis April und sorgen für den Neustart des Volkes für die neue Sommersaison.

5. Wie arbeitet ein Bienenvolk?

Die Organisation und Arbeitsteilung im Bienenvolk wird generell mit dem 36-tägigen Leben der Sommerbiene beschrieben und in 6 Lebensphasen unterteilt. Jeder Job dauert zwischen 5–8 Tage. Diese sind:

  • Zellen putzen (Putzbiene)
  • Brut pflegen und füttern (Ammenbiene). Die Brutnahrung ist der Pollen (die meist gelben, orangen oder roten Ballen an den Beinen der Flugbienen).
  • Honig + Pollen einlagern und pflegen/konservieren (Lagerbiene)
  • Wachs produzieren und Waben bauen (Wachsbiene)
  • Eingang bewachen und verteidigen (Wächterbiene)
  • Nektar, Pollen, Wasser und Harz eintragen (Flugbiene) Nur diese Bienen sehen wir. Die Flugbiene hat die letzten 6 Tage ihres Lebens erreicht. Deswegen erleben wir, dass tote Bienen in Blüten liegen. Genau in dem Moment hat der Lebenswille nachgelassen.

6. Wie viel Honig produziert ein Bienenvolk?

Ein Bienenvolk trägt pro Saison ca. 80 kg Honig ein. Davon benötigen die Bienen ca. 50 kg zur eigenen Ernährung und ca. 30 kg kann der Imker ernten, muss dafür aber schon im August je Volk 15 kg Zuckersirup füttern.

7. Wie viele Blüten werden von Bienen bestäubt?

Eine Biene besucht pro Flug 100 Blüten und fliegt 40 mal am Tag aus. Eine Biene bestäubt daher pro Tag 4.000 Blüten. Ein Volk (mit ca. 7.000 Flugbienen) bestäubt jeden Tag 28 Millionen Blüten. Das sind von April bis Juli ca. 3 Milliarden Blüten!

8. Wie viele Blüten müssen für 1kg Honig bestäubt werden?

Aus 7. ergibt sich: Je kg Honig besuchen die Bienen ca. 40 Millionen Blüten. Ein Volk benötigt dafür ca. 1,4 Tage.

9. Bienen sind blütentreu

Das bedeutet: Eine Biene die auf Apfelbäume fliegt bleibt stets auf Apfelbäumen usw. Andere Insekten, z.B. die Hummeln hüpfen von Pflanzenart zu Pflanzenart. Deshalb zählen die Bienen zu den besten Bestäubern unter den Insekten und gelten für die Landwirtschaft und unsere Ernährung als besonders wertvoll.

10. Honig oder Schokolade?

Es gibt diese Aussage: Honig ist zu 82% Zucker und damit schädlicher als Schokolade.

Zunächst: Unsere Verdauung wandelt den größten Teil der Nahrung (Kohlenhydrate) in Zucker um. Zucker ist auch unser Treibstoff; deswegen kennen wir den Blutzuckerspiegel. Ein Übermaß an Zucker=Energie ist das schädliche.

Und der Raffinadezucker ist chemisch eine extrem stabile Verbindung. Diese zu knacken ist für unsere Verdauung eine Höchstleistung.

Honig ist eine Mischung aus Traubenzucker (Dextro Energy) und Fruchtzucker. Beides sind natürliche Zucker und chemisch einfachere Verbindungen, die wir deutlich einfacher und schneller verdauen. Deswegen kennen wir Dextro Energy als Zugabe für Sportler direkt vor oder auch nach einem Wettkampf.

Schließlich: Vom Honig essen wir gewöhnlich etwa 1 Teelöffel und keine ganze Tafel Schokolade. Und Schokolade enthält auch keine Medizin.

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