Die Bayer-Monsanto-Logik

WELTMARKTFÜHRER BEI AGRARCHEMIE

Die Bayer-Monsanto-Logik


Im Frühjahr 2017 übernahm die Bayer AG aus Leverkusen den amerikanischen Konzern Monsanto. Der Preis betrug USD 66 Mrd. Hat Monsanto diesen Wert oder liegt darin auch ein Zusatznutzen aus dem Zusammenschluss dieser beiden Firmen?

Bayer kennen wir mit dem stärksten Bereich „Pharma“, noch ganz gut im Markt bei „Agrarchemie“ und etwas „Saaten“. Monsanto ist stark bei Agrarchemie und bei Saaten. Der Zusammenschluss führt zum Weltmarktführer bei Agrarchemie und bei Saaten.

Es geht um die Führerschaft für die Ernährung dieser Welt. Aktuell sind wir 7 Mrd. Menschen auf dieser Welt. Diese können von unserer Erde noch so gerade ernährt werden. Für 2050 werden 11 Mrd. Menschen erwartet. Wie sollen diese 11 Mrd. ernährt werden? Dies geht nur mit höheren Ernteerträgen bei wegen des Klimawandels rückläufigen landwirtschaftlichen Nutzflächen. Dies ist das Thema von Saaten und Agrarchemie.

Saaten sind Gegenstand der Gentechnologie. Bei dieser geht es nicht nur um Größer und Schöner, sondern all zu oft um die Fähigkeit der Pflanzen, die Gifte gegen andere Pflanzen/=Unkraut und gegen Insekten/=Schädlinge selbst zu produzieren. Mit der Agrarchemie geht es um Wachstum (Kunstdünger) und Schutz der Pflanzen gegen andere Mitspieler in der Natur. Hier geht’s um Insektizide, Pestizide und Fungizide. Aktuell haben wir weltweit die Diskussion um die Zulassung des Mittels „Glyphosat“ in der Getreidewirtschaft; ein Produkt von Monsanto. Einziges Thema ist, ob es für die Menschen krebserregend ist. Nach anderen Auswirkungen auf die übrige Natur fragt Niemand.

Machen wir uns nichts vor. Die Weltbevölkerung wird nicht mit Bio-Landwirtschaft ernährt werden. Bio ist was für Privilegierte. Bayer wird riesige Geschäfte machen und es kommen dabei immer mehr Gifte in die Nahrungskette und viele Insekten und Bodentiere haben keine Überlebens-chance. Das Ergebnis, dass es in weiten Landstrichen keine und insgesamt nur noch wenige Schmetterlinge gibt, kennen wir. Und wie widerstandsfähig sind wir Menschen? Woher kommen bereits heute all die Allergien?

Wir hier in Grafenberg haben‘s noch relativ gut; den Tieren geht’s noch besser als uns Menschen. Denn der direkte Einsatz der Bayer-Monsanto-Produkte ist doch 5-6 km entfernt. Allerdings kaufen wir Menschen im Supermarkt ein und damit sind wir in der weltweiten Nahrungskette. Die Tiere, die hier vor Ort leben und sich ernähren, ja die haben’s am Besten.



Albert Schröder, 2017

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